Aktuell

Neuzugänge am NPG

Wir begrüßen unsere Neuzugänge am Nordpfalzgymnasium ab dem Schuljahr 2020/21.

Es sind Frau Bosch (Englisch / Sport), Frau Felzmann (Deutsch, Sport), Herr Willems (Mathematik / Erdkunde) und Frau Wolf (Biologie, Bk, Deutsch).

Die Funktion des MSS-Leiters übernimmt ab diesem Schuljahr Herr Meisenzahl mit den Fächern Erdkunde und Sport.

Allen ein herzliches Willkommen!

 

 

Betten sind das Netflix der Träume – Bas Böttcher am NPG

Am Mittwoch, 30. September 2020, trat Bas Böttcher exklusiv auf der Bühne des Nordpfalzgymnasiums auf.

Zwei Auftritte mit je 95 Minuten gestaltete der kreative und wortgewandte Poetry Slammer für die 11. Jahrgangsstufe. Bas Böttcher füllte sein Programm mit zahlreichen Texten, die seine Wortgewalt und seinen Einfallsreichtum demonstrierten. So verblüffte er die Schüler mit seiner Variation zu Goethes Ballade „Der Erlkönig“, seiner Interpretation des Konsumverhaltens „Dran glauben“, der Darstellung des „Punkt“[s] und vielem mehr.

Das Sprachfeuerwerk seiner lyrischen Texte ergänzte Bas Böttcher mit Erklärungen zu seinen Inspirationen und Arbeitsweisen. Er schaue mit der poetischen Brille auf die Welt und sehe Dinge, die er vorher nicht gesehen habe. Dabei fasziniert ihn insbesondere das Wortspiel „ Aus Flashmop wird Flop“, „ Im Wort nicht steht das Ich“ „Erwachsene sind Babys in alt“, „Ich gucke aus dem Fenster und plötzlich sind Fans da“ und die Doppelwörter „Wissenschaft schafft Wissen“.

Als Antwort auf die Fragen der Schüler legt Bas Böttcher offen, dass er Inspiration in kleinen Dingen finde. So sah er einmal Staub auf dem Boden und erkannte, dass es Staub noch geben wird, wenn die Menschheit nicht mehr lebt. „Ich hole Momente, in denen etwas falsch läuft, ans Licht“. Manchmal wundere er sich, ob er dabei die Sprache benutze oder die Sprache ihn.

Zahlreiche Texte rezitierte der Slammer auswendig und erklärte seinem erstaunten Publikum auf Rückfrage, dass er gar nicht probe. Beim Schreiben seiner Texte spreche er sich seine Texte immer laut vor. Das und die Auftritte würden seinen Vortrag perfektionieren.

Bas Böttcher ist das Gesamtpaket: Sprachbrillianz, Professionalität und nicht zu vergessen Coolness. So begann sein Auftritt mit der Aufforderung an die Schüler, ihm wahllose Begriffe zu nennen und zu jedem der genannten Begriffe, selbst den offensichtlich provokanten, folgte ein passender Slam. Einmal mehr zeigt er, dass er sich mit der „Unperfektion der Sprache“ perfekt beschäftigt.

Offen spricht er auch über seinen Werdegang, denn die Schüler interessierten sich dafür, ob er etwas studiert habe, das ihn zum Slam führte, und ob er vom Verdienst leben könne.

Bas Böttchers Auftritt am Nordpfalzgymnasium, organisiert in Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Landesinstitut von Rheinland-Pfalz, hat die Schüler erreicht, für die Lyrik häufig etwas Angestaubtes ist, das im Bücherregal steht, oder etwas, mit dem sie sich zwangsweise im Deutschunterricht beschäftigen müssen.

„Ich bin ein reisender Dichter, mein Rucksack ist mein Zuhause.“ Danke, Herr Böttcher, für den Zwischenstopp am NPG.

„Der Mann hat mich überrascht. Es war erstaunlich, wie er Zusammenhänge zwischen Wörtern herstellt und das auf ein Thema bezieht. Die Vorstellung ist aber auch mit Anstrengung verbunden, da er dabei sehr schnell redet und man genau zuhören muss, um alles zu verstehen.“ (T. Scholl)

„Ich habe Bas Böttchers Auftritt als einen sehr gelungenen Auftritt wahrgenommen. Er hat sehr geholfen, die Sprache aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten und somit die Mehrdeutigkeit eines Wortes zu erkennen. Ich finde es sehr faszinierend wie wortgewandt er ist und wie viel seine Texte ausdrücken.“ (L. Sander)

„Ich habe Bas Böttcher als einen sehr begeisterten und inspirierenden Künstler wahrgenommen, der mit ganzem Herzen dabei ist. Sein Auftritt hat zum Nachdenken angeregt und geholfen, das Wort und die Sprache mal aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen, sie besser zu verstehen und damit auch gezielter einzusetzen. Alles in allem war es eine gelungene Abwechslung und eine gute Gelegenheit seinen Horizont zu erweitern.“ (G. Guth)

Jugendwettbewerb Informatik: erste Teilnahme und schon erfolgreich

Der Jugendwettbewerb Informatik (JwInf) bleibt auf Rekordkurs. Nachdem fast 23000 Schülerinnen und Schülern in die 1. Runde des JwInf gestartet waren, blieben noch ca. 6600 Kinder und Jugendlichen in der 2. Runde dabei – darunter alle 23 Teilnehmende aus den Informatik-Kursen Wahlfach 10 und Grundkurs 11 unserer Schule. 
Dabei qualifizierten sich Paula Hellinger, Rukiye Türker, Hüseyincan Erkul, Leon Sonek und Julian Weil (alle Wf 10) sowie Torben Knoth, Jannis Lauterbach, Felix Ronaldo Mayer und Moritz Volz (alle Inf-Gk 11) für die im Herbst beginnende 3. Runde des Jugendwettbewerbs Informatik.  
Darüber hinaus erzielten Rukiye Türker, Torben Knoth, Moritz Volz und Julian Weil einen 2. Preis in der 1. Runde, Hüseyincan Erkul einen 2. Preis in der 2. Runde.
Weitere Schülerinnen und Schüler des NPG wurden ausgezeichnet.

Wir gratulieren zur erfolgreichen Teilnahme!!!

 

 

 

 

 

 

Deutsch-Lk 11 nimmt an Schreibwettbewerb teil – mit Erfolg!

Die Schüler und Schülerinnen des Deutsch-Leistungskurses D1 saßen unwissend im Raum D303, als ihre Lehrerin, Frau Bähr, wie immer gut gelaunt, den Saal wie jeden Donnerstag betrat. Man wusste nicht, wie sollte es nun weitergehen, man saß kollektiv zwischen den Stühlen, ja fast ein Stuhlkreis des Unwissens. Wir hatten unser erstes Thema, einen modernen Roman, mit der ersten Kursarbeit, welche in der Stunde zuvor, am Montag, geschrieben worden war, beendet und wussten noch nichts von einer nächsten Lektüre, die anstünde, womit wir nun alle auf das Damoklesschwert der nächsten ISBN-Nummer warteten. Doch Frau Bähr überraschte uns ein weiteres Mal: Freies Schreiben stand auf dem Plan!
Enthusiastisch wurde halblaut diskutiert, Mindmaps erstellt und Schreibpläne ausgefeilt. Schließlich teilte Frau Bähr uns mit, dass wir, wenn wir Lust dazu hätten und unsere Texte für besonders gelungen hielten, an einem Wettbewerb teilnehmen könnten. So kam unser Kurs zu dem Schreibwettbewerb „Durchschrift“ zur Förderung junger Schreibtalente des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. Bereits sechs Mal hatten 13- bis 23-jährige Schüler- und Schülerinnen, Auszubildende und Studierende, welche einen Bezug zu Rheinland-Pfalz vorweisen konnten, die Möglichkeit gehabt, ihre zaghaften bis waghalsigen Versuche an der Schreibkunst in die sachkundigen Hände der Jury zu übergeben. Die diesjährigen Literaturexperten, welche die Jury bildeten, waren Ruth Johanna Benrath („Rosa Gott, wir loben dich!“, Steidl Verlag, Göttingen 2009), Annegret Held („Armut ist ein brennend Hemd“, Eichborn, Köln 2015), Jens Schumacher (Saarländischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2017 für „Morlo – Voll auf Steinzeit!“) und Ken Yamamoto (Poetry Slam Mainz, „Spree vom Weizen“ Berlin). Diese Menschen sollten nun also aus den eingesendeten Texten die kunstvollsten, amüsantesten, kreativsten und vielleicht auch die ehrlichsten Exemplare herauslesen, um diese Superlative zu einer Anthologie zusammenzufassen, welche als Ergebnis des Wettbewerbs  im Sommer feierlich vorgestellt und anschließend veröffentlicht werden sollte. Doch das war nicht alles: Ebenso winkt dem glorreichsten Schreiberling ein Mentoring der Juroren: Man würde als gemeinsam mit den Profis an seinen Texten, Gedichten und Epen nach Belieben schleifen, feilen und hämmern können, wenn man es denn nun geschafft hatte, etwas Außergewöhnliches und Besonderes zu kreieren. Da ich meinem recht ungewöhnlich entstandenen Text – „Novembernacht“ hatte ich ihn getauft – keine allzu hohen Chancen anrechnete, ich ihn allerdings trotzdem zusammen mit meinem Mitschüler Daniel Jilka eingereicht hatte, war mir all dies bis zu jenem denkwürdigen Tag jedoch recht gleich. Ich hatte den Schreibwettbewerb schlicht und ergreifend vergessen. In einer Deutsch-Stunde an  einem weiteren Donnerstag, als wir gerade zu Barock-Sonetten gestaltete Embleme vorstellen sollten, begann mein Handy in meiner Tasche aufdringlich zu surren und zu vibrieren. Offensichtlich hatte ich vergessen, es in der morgendlichen Eile aus oder wenigstens stumm zu schalten. Peinlich berührt öffnete ich den Reißverschluss und sah, dass wohl eine E-Mail gekommen war. Eine E-Mail des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. Die „Novembernacht“ schien offensichtlich mehr Potential gehabt zu haben, als ich in diesem Text gesehen hatte. Vielleicht sollte ich mir beim Schreiben besser zuhören. Ebenso überzeugend und gut angekommen ist ein Text zweier Mitschülerinnen meines Kurses, Pauline Brunn und Lea Held. Unsere Texte sollten nun also in die Anthologie übernommen werden – welch eine denkwürdige Sache. Nun, wir werden sehen, was uns die Zukunft in dieser Sache bringt, spannend bleibt es in diesen Zeiten sowieso. Eine aufregende Zeit, die vielleicht noch den ein oder anderen Menschen mehr zur Verschriftlichung des Wirklichkeitswirrwarrs, des großen Quarantäne-Kopfkinos oder zur Langeweile-Lyrik motivieren würde – zumindest wäre das zu hoffen. Für mich, als Genießer literarischer Mutausbrüche als auch für die Schreiberlinge, denn eines kann ich mich Gewissheit sagen: Denken, reflektieren, karikieren, exemplifizieren – all das macht einen weder dumm noch arm. (jvh)

Novembernacht von Johanna Häfflinger und Daniel Jilka

Einmal nicht Gras zum Mähen für Oma  von Pauline Brunn und Lea Held