Nordpfalzgymnasium Kirchheimbolanden

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AG Regionalgeschichte des NPG bei Tagung in Neustadt a. d. W.

Am 19. und 20. Mai dieses Jahres fand in Neustadt a. d. W. eine Tagung der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften zum Thema „Wechselwirkungen zwischen Klima, Agrarproduktion und Bevölkerung“ statt. Das Konzept der Tagung bestand darin, nicht nur Gelehrte und Professoren einzubinden, sondern auch gezielt vier Schülergruppen anzusprechen, die ihre AG- oder Projektarbeitsergebnisse vorstellen sollten.

Vom Nordpfalzgymnasium Kirchheimbolanden beteiligte sich die Arbeitsgemeinschaft zur Regionalgeschichte unter der Leitung von Katharina Willig und Gerhard Fieguth mit den Schülern Chantal Brand, Dilan Güngördü, Eric Mattern, Alina Ehrke, Clara Horch und Hannah Ritter. In diesem Schuljahr trafen sie sich häufig in den Ferien und an diversen Samstagen um die Ernteerträge der Moschellandsburg aus den Jahren 1443 bis 1537 auszuwerten. Dabei wurden zunächst die Jahreserträge für Rogen, Hafer, Weizen usw. in Diagramme übertragen und auch mittlere Werte für den gesamten Untersuchungszeitraum errechnet. Bereits hieran konnte man schon ablesen, dass die Schwankungen beträchtlich waren. Während in manchen Jahren nur zwanzig oder dreißig Malter (etwa 138 Liter) geerntet wurden, konnte es in anderen Jahren mehrere hundert Malter sein. Natürlich versuchte man durch eine ausgedehnte Vorratshaltung – die ihrerseits durch Schimmel, Ratten und Würmer bedroht war - solche Missernten auszugleichen, aber bei schlechten Ernten über mehrere Jahre hinweg, wurde die Ernährungslage kritisch. Ein weiterer Ansatzpunkt der Schüler war nun zu untersuchen, ob es entsprechende Begründungen für sehr gute oder sehr schlechte Ernten gab. Hier wurden die entsprechenden Jahreserträge mit historischen Klimadaten bzw. mit politischen Ereignissen wie z. B. dem Landshuter Erbfolgekrieg im Jahre 1504 abgeglichen.

Die etwa fünfzigminütige Präsentation fand große Zustimmung und Anerkennung bei den Tagungsteilnehmern, da offensichtlich wurde, welche hartes Ringen der Mensch immer wieder mit der Natur hatte um im Spätmittelalter und zum Beginn der Frühen Neuzeit zu überleben. Immer wieder starben ganz Viehherden an Seuchen und die Ernte wurde von Starkregen, Hagel, Frost oder Dürre vernichtet.

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